Die Bundeswehr ist kein "normaler Arbeitgeber"! - Bevor Du unterschreibst solltest Du das lesen (pdf), mehr gibts bei der DFG-VK. Wenn auch schwieriger, Du kannst auch als Zeitsoldat den Kriegsdienst verweigern - informier Dich u.a. bei der Zentralstelle KDV!

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Neue wissenschaftlich schlechte Studie, gefördert vom Berliner Senat:
Die neue Berliner Studie stellt bereits in den Fragen Migrantinnen und Migranten unter den Generalverdacht homophob zu sein. Wie mit solchen - wissenschaftlich schlechten, tendenziösen - Studien homophoben, transphoben und rassistischen Diskriminierungen begegnet werden soll, ist schleierhaft. Vielmehr wird von eigentlichen Motiven, zu diskriminieren und gewaltätig zu sein, abgelenkt. Norbert Blech nahm die Studie bei Queer.de genauer unter die Lupe.

Warum Deutsche ("mit und ohne Migrationshintergrund") gewaltätig werden, dafür findet man im Ufuq-Newsletter (11/2009; pdf-datei 1,0 MB) ein paar Antworten: "So sind es in aller Regel erstens deklassierte, zweitens junge und drittens männliche Personen, die Lesben und Schwule auf der Straße beleidigen, beschimpfen und häufig genug auch körperlich angreifen. [...] Die Zusammensetzung der Täterschaft entspricht daher der jeweiligen Wohnbevölkerung. Dort also, wo viele Herkunftsdeutsche leben, sind es hauptsächlich herkunftsdeutsche Täter, dort wo mehr Migrant/innen wohnen, steigt der Anteil von Tätern mit Migrationshintergrund."

Die gewaltätigen Übergriffe mit homophoben und rassistischen Hintergrund nahm und nimmt für Berlin das Projekt reachout auf (hier: Chronik 2010, pdf-Datei, 0,4 MB); und zum "Syndrom Menschenfeindlichkeit" und der Verbreitung in der deutschen Bevölkerung arbeitet die Universität Bielefeld ("Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit").

 

Neue Rassismus-Vorwürfe in Berlin:
Der Szeneclub "Connection" in der Schöneberger Fuggerstraße unterteilt Besucher rassistisch und weist asiatische Schwule ab. Zum Bericht in der Siegessäule: hier. In dem Beitrag heißt es u.a.: "Die Entwicklung, dass Asiaten nicht in bestimmte schwule Etablissements in Schöneberg eingelassen werden, gibt es schon länger". --> Warum werden die Clubs nicht von den Berliner Behörden abgemahnt? Warum gehen überhaupt Schwule noch in solche Clubs?

 

Demonstrationen gegen Hass und Rechtsextremismus:
Nach den massiven transphoben und homophoben Gewalttaten in der Berliner Pride-Week finden am 2.7. Aktionen/Demonstrationen gegen solche Übergriffe statt. Hass und Rechtsextremismus sind die Gefahren für Trans*-People, Lesben und Schwule - so wurde auch bei diesen Übergriffen von den Opfern unabhängig voneinander der Haupttäter "als westeuropäischer, athletischer Typ geschildert [...], der mit Berliner Akzent sprach" (vgl. hier). Bereits im Jahr 2007 hatte sich in einer Studie von Maneo gezeigt, dass ein Hauptteil der Gewalttaten auf Menschen "mit mehrheitsdeutschem" Hintergrund zurückgingen, in rassistischer Weise hatte Maneo anschließend aber die vermeintlich wichtige Tätergruppe aus Menschen "mit Migrationshintergrund" hervorgehoben, auf die Maneo selbst aber "nur" 16 % der Übergriffe (also unterdurchschnittlich zum Anteil der Gesamtbevölkerung) zurückführen konnte (vgl. hier). Die Blindheit gegenüber Hass- und rechtsextremen Gewalttaten rächt sich - Umdenken ist endlich und dringend erforderlich!

 

Wir wollten nie normal werden! - Judith Butler bringt es auf den Punkt und kritisiert Ausschlüsse und Rassismus:
Warum wird nur noch gefeiert, dass etwas mehr Rechte für die Homo-Ehe herausspringen, dass sich nun auch langsam die konservativsten Lesben und Schwulen outen und dass Homosexualität zur Begründnung von Kriegen herangezogen werden darf?

Der eigentliche, der transgeniale CSD kritisiert all dieses noch, fordert andere Politik, ökonomische Umverteilungen, ein Ende von Rassismus und Sexismus, und von Kriegen. Vielfältige Lebensweisen sollen möglich sein, statt Ehe zu fordern. Sexistische, rassistische, homophobe Diskriminierungen sollen ein Ende haben.

Die konservative Abspaltung des Berliner CSD, die am Samstag stattfand, erlebte einen Eklat, als Judith Butler an diese Forderungen erinnerte. Sie lehnte den Zivilcourage-Preis ab, weil sich rassistisch arbeitende Gruppen am konservativen Berliner CSD beteiligen - und rief zum transgenialen CSD auf, der am 26.6. in Berlin stattfindet.

Mehr Infos + VIDEO von Judith Butlers Auftritt! --> Hier!

Ein sehr schöner Beitrag findet sich bei DKP queer.

 

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